Gedanken zum Thema Bullet Journal

Da ich zwar eigentlich etwas anderes machen sollte, mir die Erkältung, die ich seit einer Woche mit mir herumschleppe, aber immer noch in den Knochen hängt, dachte ich mir warum nicht mal wieder ein paar Gedanken auf dem Blog teilen?

„Nich lang schnacken, Kopp in Nacken“ würde jetzt der ein oder andere sagen (natürlich passt das eher zum Thema Trinken, aber egal).

Seit einiger Zeit beschäftige ich mich wieder vermehrt mit dem Thema Bullet Journal. Bald ist es wieder an der Zeit ein neues Anzufangen, welches ich komplett umkrempeln werde. Es wird immer noch ein „Planer“ sein, der mir übersichtlich zeigen soll welche Aufgaben ich im Monat oder der Woche zu erledigen habe. Was ich jedoch plane für das nächste Jahr wegzulassen sind *trommel wirbel* Tracker jeglicher Art! Falls du jetzt nicht so geläufig mit dem Thema Bullet Journal und de, dazugehörigem Glossar bist: Ein Tracker ist eine Methode mit der man Gewohnheiten (Schlaf, Sport, Putzen oder auch zur Stimmung) auflisten und „überprüfen kann. Diese kann je nach Fantasie und Lust und Laune minimalistisch oder ganz kreativ ausfallen. Wie das Journal an sich, also was einem am besten gefällt. Und es ist einem selbst überlassen ob der Tracker jährlich, monatliche, wöchentlich oder täglich angelegt und/oder gepflegt wird.

Seit ich damals (ich glaube 2016 oder 2015) mit Bullet Journaling angefangen habe, hatte ich immer eine Art Tracker eingebaut. Meist ganz am Schluss, nach den Wochenübersichten. Und ich habe sie mit mal mehr mal weniger Enthusiasmus gepflegt und auf dem laufenden gehalten. Als ich anfing war mir als Studenten (der einen wirklich MIESEN Schlaf- und Tagesrhythmus hatte) feste Schlafen, Essens und Bettgehzeiten zu haben. Eine tolle Art Routinen auszubauen und zu festigen! nach und nach übernahm jedoch die Schlafenszeit auf meinem Smartphone die Erinnerung wann ich ins Bett zugehen habe um meine 7 – 8 Stunden Schlaf zubekommen. Der Tracker im Buch verlor an Wichtigkeit und geriet nach manchmal 6 manchmal 3 Tagen schon in Vergessenheit. Ergo, die halbe oder manchmal die ganze Seite, die dem Tracker gewidmet war, blieb leer. Absolute Platz UND Zeitverschwendung, wenn man gedenkt das man sich vor dem neuen Monat stundenlang hingesetzte hat um diese Tracker „perfekt“ ins Buch zu zaubern! Meine Produktivität und Gemütszustände waren irgendwann auch nicht mehr auf dem neuesten Stand in den jeweiligen Trackern (ich hab irgendwann mal ein neues System, was besser passte gefunden) also blieben die Seiten für diese beiden Sachen auch irgendwann halbfertig liegen. 

Was schade ist, da es sich ja um nicht benutze Seiten um Platzverschwendung handelt. Für meinen Mood Tracker (Stimmungs Tracker) habe ich dieses Jahr angefangen in A/My year in pixels zu packen. Hier ein kleines Bild wie dieser Stimmungsüberblick für das ganze Jahr aussieht. Und das reicht mir auch um einen Überblick über meine Stimmung zu haben. Ich weiß, dass ich Hochs und Tiefs habe. Ich weiß, das manche Tage nicht SO schlecht sind wie sie in dem Moment scheinen und, wenn ich beim monatlichen Mood Tracker dann davor sitze und versuche die letzte Woche revue passieren zu lassen und mich versuche zu erinnern welche Stimmung ich an Tag x oder y hatte, ist das ja auch nicht Sinn und Zweck der Sache, oder? Und genauso geht es mir eigentlich mit sämtlichen Trackern die sich in meinem Journal befinden.

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Mein Jahr in Pixeln! Oktober, November und Dezember sind „leer“, weil ich ab Oktober ein neues Notizbuch anfangen musste und es dort „weiter ausfülle“ xD

 

Sie lösen in mir Unbehagen und leichten Stress aus. Und das sollen sie ja nicht, als Hilfestellung sollen sie so etwas vermeiden! Aus diesem Grund werde ich 2020, wenn ich ein neues Notizbuch anfange jegliche Tracker weglassen und diese Seiten anders nutzen und zwar so, dass sie von Nutzen für mich sind! 

Ryder Carroll der das Bullet Journal erfunden hat und dessen Buch seit diesem oder letzten Jahr auch auf Deutsch erhältlich ist, hält sein Journal ja recht minimalistisch. Kein Schnickschnack kein gedöns, keine pompösen Zeichnungen oder Sonstiges. Bei ihm sind Termine in einfache Listen aufgelistet und das reicht. Der Untertitel seines Buches ist ja auch „Verstehe deine Vergangenheit, Ordne deine Gegenwart und gestalte deine Zukunft“. Natürlich sagt er nicht, dass aufwändig gestaltete Journals wie man sie im Internet findet die Todsünden sind! Nach langem Überlegen finde ich aber, dass diese kleinen Kunstwerke irgendwie den Sinn des ursprünglichen Bullet Journals (es liegt im Namen Bullet = Aufzählungspunkt) verloren haben. Natürlich sind diese Kunstwerke auch so gestaltet, nur ich für meinen Teil habe herausgefunden das sie (für mich) nicht mehr so übersichtlich sind mit ihren Kritzeleien, Collage und sonstigen Sachen gerade für die Wöchentlichen Übersichten. Aber das ist Geschmacksache! Und bevor ich weiter vom Thema abweiche belasse ich es dabei! 


Was ich anstelle der Trackerseiten ab Januar 2020 einbauen werde sind nicht nur ausführlichere Jahres-, Monats- und Wochenübersichten sondern auch Tagesübersichten in Tagebuchform. Noch habe ich keinen solchen Alltag in dem ich meine Woche noch auf jeden einzelnen Tag und Uhrzeit „ausschlachten“ muss. Ohne festen Plan und Zeiten stressen mich diese Angaben 15:30 Uhr Sport, 12:00 Uhr Lunch/Brunch, 13 Uhr telefonieren mit XY usw. Wenn ich beim schreiben meiner MA um 13 Uhr einen „Lauf“ habe, wo ich doch eigentlich telefonieren müsste stresst mich das aufs äußerste! Auch, weil ich keine wirklich wichtigen Telefonate zurzeit führen muss. Deswegen gehe ich nicht in dieses Detail und plane lieber meine Wochenüberischten mit mehr Platz und allem ein. Die täglichen Übersichten, die ich dann neu einbauen werde, werden wie gesagt in Tagebuchform sein! Damit wollte ich seit längerem wieder Anfangen und neulich dachte ich mir „Why not? Das kann man gut für die wegfallenden Trackerseiten im Journal“ nutzen. Auf diesen Seiten kann ich mich dann auch künstlerisch etwas mehr austoben, mit Bildern, Kritzeleien und und und! Und habe dann immer noch meine heißgeliebten minimalistischen Wochen und Monatsübersichten! 😄


Dieses ganze Setup werde ich im Dezember schon mal etwas Proben! (Das hört sich irgendwie blöd an xD) Aber das ist es was der Dezember wird, ein Probemonat ob dieses Setup oder Layout oder wie du es vielleicht nennen willst Funktioniert. Wo und wie ich es vielleicht noch verbessern kann und das wichtigste – ob es im Endeffekt passt oder nicht um das Journal regelmäßig zu nutzen. 

Okay, und da dieser Beitrag doch wieder so die übliche ZickZack Form hat wo ich über alles mögliche Rede nur nicht konkret um was es gehen soll… Höre ich lieber auf, bevor der Anzahl der Wörter wieder überhandnimmt und werde dir in einem Separatem Beitrag zeigen was ich meine! Wie meine Tracker das Jahr über aussahen und wie ich im Dezember anfange die Seiten neu zu nutzen! Halte also in naher Zukunft Ausschau nach einem neuen Beitrag zu diesem Thema! 😀 Natürlich nur falls es dich interessiert, haha!

Jetzt werde ich mich noch etwas mit der Nanowrimo Seite beschäftigen und mich damit etwas befassen bevor ich vielleicht einfach mal wieder Wild drauf losschreibe, wenn es um das Thema Schreibprojekt geht! 😀

Wasserzeichen

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